Anreise Montag, 3.11. – Mittwoch, 5.11.08

Irgendwie hatte ich ein Déjà-vu während des Packens… Allerdings macht bekanntlich Übung den Meister, so dass wir nach relativ kurzer Zeit unsere Siebensachen gepackt hatten. Schliesslich war uns auch bewusst, dass wir relativ grosse Temperaturunterschiede  antreffen würden: Während es in Australien bereits schon um die 30° C sein würde, mussten wir in Neuseeland dann wiederum auch mit Temperaturen um 10° C rechnen. So waren wir nach ca. 1 Std. dann auch fertig mit packen und warteten, bis es Abend wurde und wir starten konnten.  Eine bleierne Müdigkeit überkam mich beim Gedanken, dass wir nun Flüge von 12, 7 und weiteren knapp 2,5 Std. vor uns liegen hatten. Doch erstaunlicherweise verging die Zeit wie im Flug (tatsächlich!) und wir kamen nach ca. 32 Stunden Reise gut in Cairns an. Schwül-warme 30° C erwarteten uns hier, doch die Aussicht auf 8 Wochen Ferien beflügelte uns! Ein Shuttlebus unseres Hotels Bay Village Tropical Retreat holte uns am Flughafen ab und brachte uns nach kurzer Zeit schon ans Ziel. Dort wartete eine schöne Überraschung: Wir bekamen ein Upgrade und bewohnen nun eine Suite mit 2 Schlafzimmern, 2 Badezimmern, 1 Küche und Wohnzimmer – not bad at all! J Da unser feudales Zuhause aber noch nicht bezugsbereit war, machten wir uns auf und erkundeten ein wenig die kleine Stadt. Nebenbei: Ein Bad im Meer ist nicht zu empfehlen – es sei denn, man möchte als Krokodilfutter enden… Die Hitze machte uns etwas zu schaffen, und prompt holte ich mir auch schon einen kleinen Sonnenbrand, obwohl ich versucht hatte, mehrheitlich den Schatten zu suchen – na ja! Nach einem kleinen Nachmittagsschläfchen gingen wir abends noch im Hotel balinesisch essen und genossen dabei ein spendiertes Glas kühlen Weisswein; ein gelungener Anfang unserer Ferien!

 

Donnerstag, 6.11.08

Nach einer eher unruhigen Nacht (Jetlag lässt grüssen!) machten wir uns vormittags auf, unser Auto beim Vermieter abzuholen.  Anstelle eines Nissan X-Trail haben wir auch hier ein Upgrade erhalten und sind jetzt mit einem Nissan Patrol unterwegs. Ein grosses Auto… Auch die Tücken des Linksverkehrs mit Gangschaltung links und Blinker rechts sollten nicht unterschätzt werden! ;-) Allerdings enttäuschte uns die „Ausrüstung“ etwas: Wir haben weder eine vernünftige Karte, noch eine Kühlbox erhalten… Nichtsdestotrotz machten wir uns Richtung Shopping Centre, welches wir vorab schon einmal zu Fuss entdeckt hatten, auf. Eine Baseball-Mütze (sprich eine „Dächlichappe“) für mich musste auch noch gekauft werden, da die Sonne hier ganz schön heftig ist. Auch heute kletterten die Temperaturen locker über 30° C, so dass wir um ca. 13.00 h schön relativ müde ins Hotel zurückkehrten. Wir mussten dabei feststellen, dass unsere inneren Uhren noch nicht auf Australien eingestellt sind; so gönnten wir uns ein längeres Nachmittagsschläfchen, um gegen Abend nochmals einen Spaziergang am Strand -  diesmal mit etwas kühleren Temperaturen – zu unternehmen.  Nach dem Abendessen genossen wir ein angenehmes Bad im Swimmingpool unseres Hotels uns liessen es uns dabei richtig gut gehen!

 

Freitag, 7.11.08

Tagwache: 0.15 h… Nein, natürlich nicht! Aber die Zeitumstellung macht uns dieses Mal tatsächlich mehr zu schaffen als vor 3 Jahren. Aufgestanden sind wir schliesslich um 6.30 h: Alles zusammenräumen, neu packen und auf ging die Reise Richtung Kuranda. Dieses Dorf ist extrem auf den Tourismus ausgerichtet, daher zog es uns weiter bis zu dem Barron Wasserfall. Ein wunderschön ausgebauter Spazierweg führt in die Nähe dieser Naturschönheit – und ist dabei erst noch gratis. Unsere Reise führte uns dann in die Atherton Tablelands; eine Hochebene, die viele grossartige Aussichten bereit hält. Schliesslich sind wir in Yungaburra angekommen. Diese kleine Ortschaft sieht wirklich aus wie eine Filmkulisse aus Hollywood. Wir sind vor allem hierher gefahren, weil zwei Kraterseen in der Nähe zu finden sind: Lake Barrine und Eacham. Beide sind wunderschön gelegen und bieten hübsche (Dschungel-)Spaziergänge oder gar Rundfahrten auf dem See. Viele Tierarten können hier beobachtet werden, z.B. die Beutelratte oder sogar der Platypus (Schnabeltier). Wir hatten Glück und konnten die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Da wir nicht mehr weiterfahren wollten, fanden wir in Yungaburra ein hübsches Motel und genossen bei „Nick’s Restaurant“ ein köstliches Abendessen (NB: Nick ist ein ausgewanderter Engadiner und lebt seit 22 Jahren schon in Australien. Sein Restaurant ist mehrfach ausgezeichnet worden. Mehr unter http://www.nicksrestaurant.com.au ).

 

Samstag, 8.11.08

Heute machten wir uns wieder Richtung Ozean auf, da wir ja schliesslich irgendwann gegen Süden (Sydney) fahren sollten. Unterwegs entdeckten wir dabei einen Scenic Drive, der uns an 3 Wasserfällen vorbeiführte. Alle waren gut ausgeschildert und ausgebaut, wobei uns der Millaa Millaa-Fall am besten gefallen hat. Die Fahrt ging weiter Richtung Innisfail, wobei uns diese Stadt nicht so richtig gefallen hat und wir deshalb weiter nach Ingham wollten. Plötzlich entdeckte René ein Schild von „Lucinda“, einer Ortschaft, die direkt am Meer liegt. Da wir beide des Fahrens etwas überdrüssig waren, entschieden wir uns für diesen kleinen Umweg, und als wir realisierten, dass es hier eine wunderschöne Motelanlage gab, war für uns klar, dass wir das erste Wochenende hier verbringen wollten. Für nur AUS$ 95.— (pro Zimmer!) liessen wir uns nieder und genossen die wundervolle Aussicht direkt aufs Meer. NB: Auf der Fahrt nach Lucinda wurden wir immer wieder vor „Cassowaries“ gewarnt. Das Schild zeigt dabei einen lustigen Vogel, der uns irgendwie an den „Roadrunner“ aus dem Trickfilm erinnert… J

 

Sonntag, 9.11.08

In der Nacht erlebten wir ein tolles Gewitter: Blitz, Donner, und heftigen Regen konnten wir von unserem Zimmer aus beobachten. Die Luft war gereinigt! Morgens war es denn auch bedeutend angenehmer draussen, zudem war der Himmel bewölkt, so dass sich die Hitze im Rahmen hielt. Auf unserer Fahrt Richtung Süden – immer auf dem Bruce Highway No 1 – konnten wir aber keine Scenic Lookouts erkennen. So beschränkten wir uns heute auf einen Abstecher in die Stadt Townsville. Ein Markt mit vielen Nippes konnte hier besichtigt werden, und wie konnte es anders sein: Ich habe eine hübsche Kette für nur AUS$ 20.— entdeckt. Wie sollte ich da widerstehen? J Weiter ging unsere Reise bis nach Bowen, welches wiederum direkt am Meer liegt. Hier findet man schöne Sandstrände und tolle Aussichten und so blieben wir für diese Nacht hier.