Montag, 17.11.2008

Heute war tatsächlich einmal genügend Zeit, um einfach auszuschlafen. Leider war das Wetter immer noch schlecht und dazu hatte es merklich abgekühlt. So genossen wir am späteren Morgen ein ausgiebiges Frühstück, um dann zu einer kleinen Shopping-Tour aufzubrechen. Dabei leistete ich mir doch tatsächlich Flip Flops für ganze AUS $ 2.99… J Das Wetter blieb, wie es war, und wir entschlossen uns daher, einen ruhigen restlichen Nachmittag im Hotelzimmer zu verbringen, wobei wir dieses erst einmal kräftig aufheizen mussten, da es ziemlich kühl war! Abends wollten wir nicht mehr im Hotel essen und fanden in der Stadt ein Thai-Restaurant, das uns ein perfektes Essen servierte.  Ach ja: Kurz bevor wir unser Hotel für das Nachtessen verliessen, erhielten wir wieder einen Zettel. Und was stand drauf? Dreimal darf man raten… J Doch leider mussten wir weiter südwärts reisen und konnten das grosszügige Angebot dieses Mal nicht annehmen!

 

Dienstag, 18.11.2008

Der Regen blieb uns heute ein treuer Wegbegleiter… L So konnten wir uns nur auch nur für einen einzigen Tourist Drive erwärmen. Eigentlich wollten wir weiter als nach Port Macquarie fahren, doch nach einem Mittagshalt in dieser Kleinstadt beschlossen wir spontan, im Rydges zu logieren – schlussendlich würde dies die letzte Nacht in einem Hotel in Australien sein! So hatten wir Glück und bekamen das zweitletzte Zimmer mit Seesicht. Trotz weiterhin schlechten Wetters konnten wir so wenigstens die Aussicht auf das Meer geniessen. Nachmittags erkundeten wir die Shops der City und mussten über viele spannende Nippes schmunzeln. Es gab einiges, das ich gekauft hätte, wenn wir nicht weiter nach Neuseeland reisen müssten!

 

Mittwoch, 19.11.2008

Unglaublich, aber heute sollte schon der letzte volle Tag sein, an dem wir Richtung Sydney unterwegs sein sollten! Die Zeit rast hier – so scheint es uns zumindest! Zuerst regnete es denn auch, wie schon in den vergangenen Tagen, doch dann klärte der Himmel auf, und wir wurden mit blauem Himmel belohnt! Wenn Engel reisen? J Jedenfalls fiel uns unterwegs der Ortsname „Tea Gardens“ auf und wir machten den kurzen Umweg von ca. 10 km. Einmal mehr wurden wir belohnt und konnten doch tatsächlich in der Bucht Delphine beobachten! Wunderschön, wie sich diese Tiere im Wasser bewegten, zudem waren auch noch viele Möwen und Pelikane zu beobachten, so dass wir hier einen verlängerten Mittagshalt einschalteten. Weiter ging es Richtung Süden, und wir fanden den Weg zu unseren Freunden nach Parramatta dank unseres Tomtom-Navigationsgerätes relativ schnell. Es war schön, hier nach mehr als 3 Jahren wieder willkommen geheissen zu werden! JJ und seine Frau Rosie mit Luana verwöhnten uns denn auch mit einem ausgezeichneten Grillessen, das wir nach unserer Reise von über 3000 km denn auch sehr genossen.

 

 Donnerstag, 20.11.08

Heute sollten wir unseren Nissan Patrol wieder abgeben, und wir fuhren deshalb schon relativ früh in Richtung Sydney Innenstadt ab. Leider hatten wir von unserem Vermieter (Budget) nur die Strassenangabe erhalten, jedoch ansonsten keine genaueren Anweisungen, geschweige denn Karten… So erwies es sich als nicht ganz einfach, in Kings Cross die Niederlassung unseres Autovermieters zu finden! Wir kurvten daher auch entsprechend herum, bis wir die Geduld verloren und telefonisch nochmals eine genaue Adresse verlangten. Auch unser Navi hatte sich erholt und so kamen wir relativ pünktlich um kurz nach 10.00 h bei Budget an. Die Rückgabe erfolgte sehr unkompliziert, so dass wir nach 5 Minuten bereits zu Fuss in Richtung City marschierten. Viele bekannte und unbekannte Eindrücke prasselten auf uns ein, und schon bald waren wir davon etwas müde und gönnten uns eine kurze Pause. In der Innenstadt kann natürlich nach Herzenslust eingekauft werden – es gibt für jeden Geldbeutel etwas! Wir erinnerten uns vom letzten Mal her, dass uns die „Rocks“ sehr gut gefallen hatten. So machten wir uns auf, diese Gegend wieder zu finden und kamen unterwegs an einem italienischen Restaurant vorbei. Unsere Mägen knurrten beim Durchlesen der Speisekarte, so dass wir uns kurz entschlossen ein sehr gutes Mittagessen leisteten. Anschliessend durchstreiften wir „the Rocks“ nach Herzenslust, mussten allerdings bald feststellen, dass Petrus sich entschlossen hatte, wieder einmal etwas Nasses vom Himmel fallen zu lassen… Wir fanden daher, dass es an der Zeit war, mit der Fähre nach Parramatta zurückzufahren und genossen dann die etwa einstündige Fahrt. Abends wurden wir wiederum von Rosie mit einem hervorragenden Abendessen verwöhnt  – was will man mehr?

 

Freitag, 21.11.08

Da Rosie heute nicht zur Schule musste, lud sie uns ein, mit ihr in einen Park zu fahren. So schlugen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie konnte für ihre Prüfungen lernen, und wir hatten die Gelegenheit, den wunderschönen Fagan-Park zu erkunden. Verschiedene Gärten wurden länderspezifisch angelegt: Japanisch / australisch / englisch / afrikanisch … Wir verbrachten 1 ½ Stunden mit herumspazieren und fotografieren und genossen die wunderbare Ruhe. Flora und Fauna waren einfach schön zu beobachten! Nachmittags war einkaufen für unser abendliches BBQ angesagt und schon war es Zeit, Luana von der Schule abzuholen. Auch in dieser Beziehung ist Australien anders organisiert als die Schweiz. Hier werden die meisten Kinder von einem Elternteil per Auto oder zu Fuss abgeholt. Und übrigens: Niemals während der Schulzeiten über dem Tempolimit von 40 km/h fahren, ansonsten wird es teuer! J

Samstag, 22.11.08

Heute morgen waren wir erst etwas besorgt, da wir nach dem Frühstück wieder einmal schwarze Wolken am Himmel bemerkten… Doch Petrus hatte Erbarmen mit uns, so dass wir am Vormittag mit JJ in die Innenstadt von Sydney fuhren. Samstags findet in den Rocks jeweils ein Markt statt, der wirklich lohnenswert ist! Zwar gibt es einige kitschige Sachen, doch vieles zeugt von handwerklicher Fertigkeit – entsprechend höher ist dann eben auch der Preis… Anschliessend fuhren wir weiter an den bekannten Strand von Manly. Sehr touristisch, aber auch schön! Ein kurzer Spaziergang führt vom Hauptstrand an einen kleineren Strand, wo wir doch tatsächlich Zeugen einer schottischen Hochzeit wurden (jedenfalls nahmen wir das an, denn ein Dudelsackspieler umrahmte die Szenerie). Nach einem weiteren Abstecher zum Lookout North Head, der übrigens einen atemberaubenden Überblick zur CBD Sydneys bietet, begaben wir uns dann langsam auf den Heimweg nach Parramatta. Abends wartete dann noch eine leidige Aufgabe auf mich: Bügeln war angesagt… L Glücklicherweise hatte ich noch etwas, auf das ich mich freuen konnte: Ein hervorragendes Dinner bei einem richtigen Italiener! J

Sonntag, 23.11.2008

Schon mal mit Pacific Blue geflogen? Nein? Jedem sei davon abgeraten, dessen Geduld nicht endlos ist… J Doch fangen wir von vorne an: Dies war schon unser letzter Tag in Australien, und da das Wetter sich auch nicht von der besten Seite zeigte, beschlossen wir, einen faulen Tag zu machen. So verbrachten wir einige Zeit mit Lesen, Diskutieren, Faulenzen und natürlich auch Packen. Von Rosie wurden wir wiederum mit feinem Essen verwöhnt – kurz: Wir genossen es in vollen Zügen! Gegen 16.45 h war es dann leider Zeit, Abschied zu nehmen. Etwas traurig, dass die gemeinsamen Tage schon vorüber waren, machten wir uns in Richtung Flughafen auf, wobei JJ uns dorthin fuhr. Irgendwie hatten wir wohl eine Vorahnung, dass wir so früh schon am Airport waren (unser Flug ging nämlich erst um 19.45 h)… Normalerweise wird in Australien überall schön angestanden (queing, wird das genannt), so dass die Reihenfolge fair eingehalten wird. Bei Pacific Blue war es nicht ganz klar, wo denn jetzt die Reihe beginnt und wo sie wieder aufhört. Dies störte uns an und für sich nicht gross, bis plötzlich ein Mitarbeiter der Fluglinie dazu aufrief, dass die eine „Reihe“ nur für Auckland und die andere für Christchurch sei – obwohl beide Destinationen auf den Bildschirmen zusammen aufgeführt waren. So wechselten wir auf die andere Seite und warteten… und warteten… und warteten… Mittlerweile hatten sich nämlich einige Mitarbeiter des Check-in einfach verkrümelt, so dass gerade mal 3 Personen für eine laaaange Schlange zuständig waren. Nun hätte man vielleicht gedacht, dass sich diese drei Leutchen stressen lassen – weit gefehlt! Zwischenzeitlich war eine Stunde vergangen und meine Geduld schon arg strapaziert… Als wir schliesslich endlich an der Reihe waren, nuschelte die Dame etwas von Retourticket von Christchurch nach Hause, worauf ich ihr klar machen musste, dass wir das nicht haben – moderner Technik über Internet sei Dank. Sie war dann zufrieden, als ich ihr unser Reiseprogramm von Kuoni zeigte und plötzlich sagte sie, wir sollten nun „sofort“ durch den Security-Check – es sei langsam Zeit (!!). Unglaublich… Glücklicherweise verlief der Flug ruhig und wir kamen sogar noch früher in Christchurch an als vorgesehen. Nach dem üblichen Prozedere stiegen wir in ein Taxi und liessen uns zum Hotel off the Square chauffieren. Hier bezogen wir mitten in der Stadt ein hübsches Zimmer und liessen uns direkt ins Bett fallen, denn mittlerweile war es 2.00 h morgens geworden… J