Montag, 15.12.2008

Unser heutiges Ziel war Dunedin. Einmal mehr ein Kontrastprogramm zu den vergangenen Tagen! Diese Stadt ist die zweitgrösste auf der Südinsel und entsprechend ist viel los auf den Strassen. Doch beginnen wir von vorne: Nach unserer Abfahrt folgten wir weiter der Southern Scenic Route und auch heute entlockte sie uns viele erstaunte Ausrufe. Auch wenn die Strasse zum Teil sehr kurvig verläuft, ist die Strecke einfach wunderschön zu befahren. Das Wetter war zwar nicht mehr ganz so schön, doch solange es nur bedeckt war, ging es. Leider fing es dann kurz vor Dunedin an zu regnen. Trotzdem gefiel es mir hier auf den ersten Blick sehr gut. Aus unserem Reiseführer wussten wir, dass kein einziger Campingplatz in direkter Nähe zum City Centre liegt, daher (und auch im Hinblick auf die Wetteraussichten) entschlossen wir uns, für einmal unser rollendes Hotel gegen ein Motel einzutauschen. So fanden wir an der George Street das „Farrys Motel“ und buchten für 2 Nächte ein geräumiges Zimmer inkl. Küche und Wohnteil. J Wir richteten uns erst einmal kurz ein und erkundeten dann die Innenstadt zu Fuss. Das „Octagon“ ist schon beeindruckend anzusehen, nicht zu vergessen die „First Church of Otago“, die einen 56 m hohen Kirchturm ausweist. Natürlich dürfen auch hier die verschiedensten Souvenir-Shops nicht fehlen und eben all die Dinge, die der Mensch so braucht (und auch nicht…). J

 

Dienstag, 16.12.2008

Wir gingen diesen Morgen ruhig an – nach dem Ausschlafen frühstückten wir erst einmal gemütlich, um dann gegen 11.00 h ins Otago Museum zu gehen. Glücklicherweise befand sich dieses ganz in der Nähe unseres Motels. Der Eintritt ist gratis, lediglich eine Spende von 5.— $ ist sehr erwünscht (aber nicht Pflicht). Die Vielfalt dieses Museums ist erstaunlich; man kann darin tatsächlich locker fast einen Tag verbringen. So kann ein ellenlanges Maori-Boot besichtigt werden oder Schiffsminiaturen begutachtet oder die Geschichte ausgestorbener Tiere verfolgt werden, uvm. Wir beschränkten uns auf etwa 3 Stunden und nahmen im hauseigenen Restaurant noch einen kleinen Snack ein. Dann machten wir in unserem gemütlichen Motel eine kleine Pause, um später noch die „Otago Peninsula“ mit dem Camper zu erkunden. Auf dieser Halbinsel können z.B. die seltenen Gelbaugenpinguine beobachtet werden. Sie beheimatet ausserdem ein Albatros-Center sowie das einzige Castle auf der ganzen Südinsel Neuseelands. Da das Wetter leider wieder ziemlich schlecht war, beschränkten wir uns auf einen Besuch des Albatros-Centers und beobachteten fasziniert die Flugkünste der Wasservögel am Kliff. Manchmal wünscht man sich wirklich auch Flügel… J Die Fahrt zurück war fast so abenteuerlich wie die Hinfahrt, welche an der engen und kurvigen Küstenstrasse entlang geführt hatte. Wir wählten dieses Mal die Strasse über die Berge und fanden uns mitten im Nebel (und Regen) wieder. Trotzdem hat uns die Strecke sehr gut gefallen.  

 

Mittwoch, 17.12.2008

Die Sonne lachte heute vom Himmel, während wir unsere Siebensachen wieder in den Camper packten und in Richtung Mount Cook abfuhren. Die Strecke war erneut sehr abwechslungsreich, vor allem haben uns aber die „Te Kaihinaki“ in Moeraki sehr gut gefallen. Die Gesteinsformation, welche sich direkt am Strand befindet, kann gegen einen freiwilligen Beitrag von 2.— $ besichtigt werden. Die kugelförmigen Steine waren absolut faszinierend anzuschauen. Wir hatten natürlich auch doppelt Freude, diese bei schönem Wetter betrachten zu können! Oberhalb des Strandes befindet sich ein Restaurant mit einem kleinen Souvenirladen, das – neben Getränken und Essen – eine tolle Aussicht bietet. In Oamaru schalteten wir einen kurzen Zwischenstopp ein, denn wir hatten gelesen, dass eine Pinguinkolonie hier beobachtet werden kann. Die Tiere kommen aber erst gegen Abend wieder an Land und dürfen auch nicht fotografiert werden, so dass wir kurzentschlossen weiterfuhren.  Auf dem Highway Nr. 83, der zum Mount Cook führt, ist nicht viel los. Dafür wird die Landschaft ab der Ortschaft Kurow sehr schön: Ab hier fährt man entlang der Stauseen Waitaki und Aviemore. Nach 3 Stunden Fahrt hatten wir genug und liessen uns in Omarama im Top 10 Campground nieder.

 

Donnerstag, 18.12.2008

Erneut wurden wir heute von Petrus verwöhnt und konnten bei blauem Himmel nach „Aoraki“ (= der an den Wolken kratzt = Mount Cook) aufbrechen. Der Weg heute war glücklicherweise nicht sehr kurvig, so dass wir die sensationellen Bilder gemeinsam geniessen konnten. Die Berge waren z.T. schneebedeckt, die Felder gelblich, die Wälder sattgrün und der See Pukaki türkisfarben – einfach kitschig! J Die Ortschaft Mount Cook ist sehr klein und besteht aus einem grossen Hotel, einigen Motels, wenigen Privathäusern und natürlich auch Restaurants. In einem von ihnen machten wir eine kurze Pause und genehmigten uns eine heisse Schokolade sowie einen Moccacino; beide Getränke heftig süss, so dass uns fast die Zähne zusammenklebten… ;-) Wir genossen noch kurz das beeindruckende Bergpanorama, das sich uns bot und fuhren dann weiter in Richtung Lake Tekapo. Diese Ortschaft liegt am gleichnamigen See, welcher ebenfalls die gleiche Farbe aufweist wie der Lake Pukaki. So beschlossen wir, diese Nacht hier zu verbringen, denn das Motorcamp liegt praktisch direkt am See. Das Dorf selber ist sehr klein, weist aber einige Restaurants, zwei Tankstellen sowie einen Supermarkt aus. Die Versorgung ist also gesichert. J

 

Freitag, 19.12.2008

Der See widerspiegelte heute den Himmel: grau in grau… Und der Regen sollte uns an diesem Tag ein treuer Begleiter auf unserem Weg sein. Entsprechend wenig Fotos haben wir denn auch von der Strecke Lake Tekapo – Timaru gemacht: Genau null! So fanden wir uns schon kurz nach dem Mittag in der Stadt ein und kurvten erst ein wenig herum. Einige der Strassennamen verleiten zu der Annahme, dass Timaru versucht, einen französischen Eindruck zu machen – es bleibt beim Versuch… J Da die Wetteraussichten für diese Gegend auch morgen nicht besser sein würden, wollten wir nur eine Nacht auf dem Top 10 Campingplatz bleiben, um morgen dann bereits in Richtung Christchurch weiterzufahren. Nachmittags hörte es dann wenigstens kurz auf zu regnen, so dass wir den rund halbstündigen Fussmarsch in das Stadtzentrum wagten. Lange hielten wir uns aber nicht auf, denn das kühle Nass kündigte sich bereits wieder in Tropfenform von oben herab an… So waren wir um ca. 17.00 h wieder in unserem Camper, um später dann noch im Pizza Hut ein kleines Abendessen einzunehmen.

 

Samstag, 20.12.2008

Auch heute blieb uns das schlechte Wetter erhalten, und wir mussten unseren Plan, den „Scenic Drive“ zu befahren und dabei den Peel Forest zu besuchen, aufgeben. So fuhren wir den Highway No 1 in Richtung Christchurch entlang, um dann nach Akaroa, welches sich auf der Banks Peninsula befindet, abzubiegen. Heute wollte der Regen nicht aufhören, im Gegenteil! Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr regnete es… L Wenn unsere Ferien ständig so gewesen wären, hätte ich wohl einen Flug in die Südsee gebucht… J Jedenfalls kamen wir um kurz nach 13.00 h nach einer kurvenreichen Fahrt in Akaroa an. Das Dorf ist sehr hübsch, und viele schöne ältere Gebäude können hier besichtigt werden. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen in der Trattoria Vangionis machten wir noch eine kurze Rundfahrt und begaben uns dann auf den Top 10 Campingplatz. Es regnete weiter, und wir machten uns deshalb einen faulen Nachmittag, bis wir abends noch kurz etwas kochten. Morgen wollten wir dann Akaroa in Details erkunden, denn die Wetteraussichten sagten mindestens Aufhellungen voraus…

 

Sonntag, 21.12.2008

Morgens um halb sechs erwachte ich und hörte den Regen auf unser Dach prasseln. Da gab es nur eines: Umdrehen und weiter schlafen! J Das nützte denn auch, denn als wir um ca. halb zehn aufstanden, war mindestens die Strasse partiell schon trocken. So frühstückten wir in Ruhe, um später dann ins Dorf hinunter zu fahren. In der Tourist Information erkundigten wir uns nach einer Bootsrundfahrt, bei der Delphine beobachtet werden können. Leider war die Mittagstour um 12.45 h aufgrund des unsicheren Wetters abgesagt worden, und wir wurden auf später vertröstet. So machten wir einen Rundgang und entdeckten dabei viele hübsche Fotosujets. Nachmittags beschlossen wir, den Kunstgarten des „Giant’s House Linton“ von Josie Martin anzuschauen. Der Eintritt von 12.— $ hat sich auch hier gelohnt; wir waren begeistert vom Einfallsreichtum und der immensen Arbeit, die hinter dem Garten steckt! Und da mittlerweile sogar die Sonne wieder vom Himmel strahlte, machten wir noch einen kurzen Abstecher auf einen der steilen Hügel, die Akaroa umgeben. Abends marschierten wir zu Fuss den Abhang hinunter, um erneut im „Vangionis“ ein ausgezeichnetes Essen zu geniessen.