4. Woche

 

Montag, 21.2.05: Unser Hotel in Halls Gap bereitete uns heute Morgen eine Überraschung: Alle Fenster an unserem Wagen wurden gewaschen! Das nennt man Service… Wir wollten heute wieder ostwärts fahren und nahmen als erstes Ziel die Stadt Bendigo – ebenfalls eine ehemalige Goldgräber-Siedlung – ins Visier. Viel zu sehen gab es allerdings nicht, so dass wir als nächstes Shepparton als Mittagshalt anpeilten. Wir fuhren dann weiter immer Richtung Milawa Gourmet Region, welche bekannt für ihre Weine und ihren Käse ist. Wir beschlossen dann, in Wangaratta zu übernachten, um am nächsten Tag in Ruhe die Gegend auszukundschaften.

 

Dienstag, 22.2.05: Manche unserer Gastgeber meinen es gut mit uns. Unser Motelier zumindest gab uns heute den Tip, doch Beechworth anstelle von Albury-Wodonga anzuschauen. Und als kleines „Goodie“ erhielten wir gleich noch zwei Gutscheine für die örtliche Bäckerei in Beechworth für „bottomless coffee or tea“, was nichts anderes heisst als: Endlos Kaffee oder Tee! Toll! Beechworth ist auch tatsächlich einen Abstecher wert, da hier viele Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Unsere Fahrt führte uns heute weiter in die Victorian Alps praktisch entlang der Great Alpine Route. Wir genossen es, endlich wieder einmal Berge um uns zu haben. Zudem war auch heute erneut wunderschönes Wetter angesagt mit Temperaturen bis 28° C – einfach herrlich! In Mount Beauty machten wir Mittagshalt. Auch dies ein hübscher Ort, um zu verweilen. Weiter ging es dann Richtung Mansfield. Da unsere Strassenkarte uns nicht verrät, ob es hinauf oder hinunter geht, waren wir auch entsprechend überrascht, wiederum in bewaldetem Berggebiet herumzukurven (im wahrsten Sinn des Wortes…). Mansfield schliesslich ist ein kleiner Ort – trotzdem gibt es hier mind. 3 Motels. Wir suchten uns das „Mansfield Valley Motor Inn“ als Herberge für die nächste Nacht aus.

 

Mittwoch, 23.2.05: Auf dem Weg ins Healsville Wildlife Sanctuary ca. 60 km vor Melbourne fuhren wir durch einen der schönsten Wälder, die wir je gesehen hatten. Sattes Grün und tausende von Farnen säumten die Strasse. Wir genossen die Fahrt daher sehr. Das bereits erwähnte Sanctuary spielte eine Schlüsselrolle in der Erhaltung von australischen Koalas, zudem werden hier vor allem auch Schnabeltiere studiert. In diesem Freiland-Zoo können alle einheimischen Tiere bewundert werden, d.h. diverse Känguru-Arten, Wombats, Dingos, Schlangen, Frösche etc. Man kann hier gut einige Stunden verweilen! Gegen Nachmittag zog es uns wieder ans Meer. Auf dem Weg dahin fuhren wir durch eine Gegend (Neerim Junction / Neerim / Neerim South), die uns sehr stark an unsere Ferien in Süd-England erinnerte. Bald waren wir wieder auf dem Princess Highway Richtung Osten unterwegs. In Lakes Entrance fanden wir im Heyfield Motel unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte.

 

Donnerstag, 24.2.05: HALF-TERM! Kaum zu glauben, aber wahr: Wir sind bereits schon in der Hälfte unserer Ferien angelangt. Die Zeit vergeht hier sehr schnell und es gilt auch, viele Eindrücke und Erlebnisse zu verarbeiten. Wir geniessen beide jeden Tag, so auch heute. Allerdings machte unser Auto wieder Ärger. Wir waren gerade Richtung Bairnsdale abgefahren, als sich der Öldruck bis ins Maximum steigerte. Unser bewährtes Rezept, nämlich anzuhalten und abzuwarten, funktionierte dieses Mal nicht. Also beschlossen wir umzukehren und das TCC anzurufen. Das Gespräch mit dem Inhaber der Autovermietung beruhigte uns; handelte es sich doch sehr wahrscheinlich um einen Schalter, der defekt ist. Zudem werden wir nur noch knapp 2 Wochen mit dem Panel Van unterwegs sein, also eine absehbare Zeit. Nach dieser kleinen Verzögerung fuhren wir nach Bairnsdale, wo wir uns umschauten und u.a. auch die Kirche besichtigten.

(reNé) Ein kühlendes Bad rundete den Hitzetag (>30°) ab. Da Denise nicht als Wasserratte geboren wurde, genoss sie den Strand als Zuschauer.

 

Freitag, 25.2.05: Nachdem pünktlich um 8.30 h unser Frühstück aufs Zimmer geliefert wurde, fuhren wir heute Richtung New South Wales ab. Es hatte über Nacht wieder einmal merklich abgekühlt und der Himmel zeigte sich mehrheitlich bewölkt. Weiter ging also unsere Reise auf dem Princes Highway. Unser Weg führte uns durch eine dicht bewaldete Gegend -> offensichtlich sind hier viele Nationalparks anzutreffen… Wir beschlossen, einen Abstecher ans Meer zu machen und stoppten in Mallacoota für einen Mittagshalt. Ursprünglich wollten wir uns in Eden niederlassen, doch das liessen wir dann bleiben, nachdem wir einen kurzen Blick auf das Dorf geworfen hatten. In Merimbula wurden wir schliesslich fündig und buchten 1 Nacht im Sapphire Waters Motor Inn. Abends fanden wir einen guten Chinesen und zum Abschied erhielten wir 2 Glückskekse. Unsere Sprüche lauteten wie folgt: „You and your partner will be happy in your life together“ sowie “A financial investment will yield returns beyond your hopes.” Dreimal dürft Ihr raten, wer welchen Spruch gezogen hat… ;-)

 

Samstag, 26.2.05: Nach einer eher unruhigen Nacht (ob es wohl an der Flasche Weisswein von gestern Abend gelegen hat?) fuhren wir für einmal wieder etwas später ab. Unser heutiges Ziel sollte die Hauptstadt von Australien, Canberra, sein. Wie wir aus dem Reiseführer erfahren haben, ist diese Stadt komplett „durchgeplant“, d.h. es sind weder Antennen noch Gartenzäune erlaubt! J Silly Aussies… Kurz nach Mittag waren wir denn auch schon mittendrin und fanden uns eigentlich recht gut zurecht. Einmal mehr war uns das Glück hold und wir konnten im Hotel Olims unser Zimmer beziehen. Auch dieses Hotel liegt nahe am Zentrum, so dass wir fast alle Sehenswürdigkeiten zu Fuss besichtigen können. Obwohl es heute wieder relativ warm war (ca. 30° C), beschlossen wir, nachmittags noch etwas Sightseeing zu machen. U.a. fanden wir so das Convention Centre und das Museum. Allerdings machte dieses schon um 17.00 h die Schotten dicht, so dass wir eine Besichtigung auf morgen verschieben mussten.

 

Sonntag, 27.2.05: Das Parliament House wie auch das Old Parliament House standen heute auf unserem Besichtigungsprogramm. Das neue Parlamentshaus wurde 1988 eingeweiht und ist sehr imposant anzuschauen. Es wurden keine Mühe und Kosten gescheut: Marmorne Handläufe, wunderschöne Steintreppen, ein auf Hochglanz poliertes Parkett… Um die Umgebung nicht allzu sehr zu stören, wurde ein Teil des Daches mit Rasen begrünt. Erstaunlicherweise kann die Öffentlichkeit grosse Teile dieses Gebäudes gratis besichtigen, natürlich nicht ohne vorherige genaue Sicherheitskontrolle… Das Old Parliament House schliesslich ist noch fast interessanter, gibt es doch unterhaltende Einblicke in die Arbeitsweise vergangener Jahrzehnte. Gegen Mittag zog uns die City wieder an und mit ihr natürlich auch das Shopping. Wir genossen einmal mehr das schöne Wetter in einem Strassencafé und liessen es uns gut gehen. Nach 6 Stunden Sightseeing fanden wir beide, dass es Zeit für eine Siesta sei…