5. Woche

 

Montag, 28.2.05: Heute hiess es Abschied nehmen von Canberra. Wir wollten nun den Kosciuszko Nationalpark wenn nicht durchwandern, dann zumindest durchfahren… Wir entschieden, den Park von Norden her zu befahren und waren überrascht, wie GROSS dieser NP wirklich ist. Stundenlang nur Bäume, Felsen, Gras und auch grosse Flächen schwarze, sprich abgebrannte Wälder. Wie uns später ein Australier erzählte, ist etwa 25 % der Gesamtfläche des Parks im Dezember 2003 abgebrannt. Es war daher ein ganz spezielles Gefühl, viertelstundenweise durch eine „grüne“ Landschaft zu fahren, doch die Bäume trugen keine Blätter… Hinzu kam, dass uns der Eintritt von $ 130 doch etwas zu hoch erschien. Das glaubt Ihr uns nicht? Nein? OK – das mit den $ 130 war dann eine andere Geschichte… J In Jindabyne schliesslich liessen wir uns nach 8 Stunden Fahrt nieder.

(reNé) Die andere Geschichte? Mehr Mühe. sich an Verkehrsregeln zu halten wie in diesen Ferien, habe ich mir kaum je gegeben. Aber eben – das nützt nichts, wenn Verkehrszeichen schlichtweg übersehen werden. Wir fuhren eine steile Strecke bergabwärts als ich zu Denise bemerkte, dass der Polizist im Auto links den Verkehr kontrolliert. Ich dachte für mich – dass die aufwärts fahrenden doch viel Power benötigen um mit 80 km/h in die Falle zu tappen. Eine Minute später blinkte der Patroullienwagen hinter mir und ich fuhr korrekt an die Seite. -> Der Rest der Geschichte: vor der Abfahrt befand sich eine 60er-Tafel die wir scheinbar beide übersehen hatten. Resultat: 77 km/h = 130 $

Ah ja: in ein Kästchen von 1 bis 5 zählen durfte ich auch gleich noch.

 

Dienstag, 1.3.05: Weiter ging unsere Fahrt – streng nach den Verkehrsregeln ;-) – wieder Richtung Meer. Wir wollten es nach der gestrigen Riesenetappe heute etwas ruhiger angehen und nahmen das ca. 350 km entfernte Batemans Bay ins Visier. Unterwegs kamen wir wieder an vielen Lookouts vorbei, die wir, dank schönem Wetter, auch ansteuerten. Insbesondere ein Abstecher auf einen sog. Tourist Drive stellte sich als wunderschön heraus. Links und rechts türkisblau glitzerndes Meer und erst noch Fische, die vor lauter Freude über unseren Besuch Luftsprünge machten… J Wie wir nachher in unserem Reiseführer nachlesen konnten, befinden sich viele Thunfische und Haie (zum Glück gingen wir nicht baden…) in diesen Gewässern. Batemans Bay selber ist eine hübsche Kleinstadt, die von den Aussies in ihren Ferien wohl regelrecht überrannt wird. Anders können wir uns sonst die vielen Unterkunftsmöglichkeiten kaum erklären! Wir fanden unser Motel mit Meerblick in Form des Clyde River Motor Inn.

 

Mittwoch, 2.3.05: Nach einer eher unruhigen Nacht, in der ich auch noch „Ohrenzeugin“ eines Autoeinbruchs war, fuhren wir heute gegen Norden, immer Richtung Sydney. Wir versuchten dabei, möglichst nahe am Meer zu fahren und kamen so zur Jervis Bay, die wir allerdings dann doch nicht besuchten, weil ein Parkeintritt von $ 10 fällig geworden wäre. Wenn es heute sonnig gewesen wäre, hätten wir diese Investition sicherlich getätigt, doch bei Regen und etwa 22° C hatten wir keine Lust dazu… Weiter ging’s Richtung Nowra, wo wir das „Australia’s Museum of Flight“ besuchten. Dieses Museum zeigt eindrücklich die Geschichte der Luftfahrt und deren Bedeutung in beiden Weltkriegen. Es können dabei auch Flugzeuge aus allernächster Nähe besichtigt werden – sehr interessant! Nachmittags kamen wir an unserem heutigen Etappenziel an – Kiama. Diese Ortschaft ist vor allem bekannt durch das „Blowhole“, einer Küstenfelsformation, bei der das Meer bis zu 60 m hoch durch eine Felsspalte spritzt. Ein spektakuläres Ereignis! Da wir mit unseren Kollegen in Sydney auf Freitag abgemacht haben, buchten wir 2 Nächte im Kiama Cove Boutique Motel.

 

Donnerstag, 3.3.05: Unser letzter Tag vor Sydney wollten wir heute mit viel Natur „füllen“. Dazu suchten wir uns den Minnamurra Rainforest aus, der ganz in der Nähe von Kiama liegt. Das Wetter war uns heute wieder wohl gesonnen: Es war angenehm warm und der Himmel zeigte sich noch mehrheitlich bewölkt. Ideal also, um einen 5,2 km langen Spaziergang durch den Regenwald zu machen! Phantastische Aussichten, ein eindrucksvoller Wasserfall und riesige Bäume belohnten unsere Mühe, ging es doch ziemlich auf und ab (schwitz…)! J Wir verwöhnten unsere Lungen mit reiner Luft, bevor die Atmosphäre wohl wieder etwas benzinhaltiger werden würde… Nachmittags besuchten wir nochmals das Blowhole, dieses Mal bei Sonnenschein, und spazierten anschliessend noch etwas durch die Stadt, um unser Restaurant für den Abend auszusuchen.

 

Freitag, 4.3.05: Heute wartete nun „endlich“ Sydney auf uns! Wir waren schon sehr gespannt, wie wir uns in dieser letzten Grossstadt in Australien zurechtfinden würden. Glücklicherweise hatte René die Strassenkarte von Sydney + Umgebung auf seinen iPAQ herunter geladen, so dass wir schon recht bald die Isabella Street in North Parramatta fanden. Dort wohnen ein ehemaliger Arbeitskollege und seine Familie. Sie hatten uns eingeladen, ein paar Tage bei Ihnen zu verbringen und von dort aus Sydney zu erkunden. Wir fanden dieses Angebot absolut toll und waren begeistert, dass sie uns so ohne weiteres bei sich aufnehmen wollten. So kam es, dass wir einen spannenden Nachmittag und Abend verbrachten, da es für mich hiess, beide, resp. alle 3 erst einmal kennen zu lernen.

 

Samstag, 5.3.05: Wir wurden heute Morgen schon richtig verwöhnt mit einem köstlichen Lachsfrühstück! So gestärkt, verliessen wir gegen Mittag Parramatta, um die City von Sydney zu erkunden. Als absolutes Highlight war natürlich die Oper angesagt. Danach spazierten wir durch den Botanic Garden und liessen uns anschliessend vom Shopping-Vergnügen in „The Rocks“ verführen. Ich konnte nicht widerstehen und kaufte mir einen kleinen Opal-Anhänger… J Nach so vielen Kilometern waren wir alle hungrig und genossen nachmittags um ca. 15.30 h einen kleinen Imbiss beim Italiener. Und wie es so ist: Nach dem Essen sollst Du ruhn oder 1000 Schritte tun! Wir entschieden uns für ersteres und machten uns auf den Heimweg… ;-)

 

Sonntag, 6.3.05: RUHETAG! J Zum ersten Mal in unseren Ferien war tatsächlich einfach einmal nur faulenzen angesagt. Schon fast ungewohnt…