6. Woche

 

Montag, 7.3.05: Gegen Mittag machten wir uns auf, die Innenstadt Sydneys nochmals etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Unter anderem wollten wir unbedingt den Tower besichtigen, von dem man eine phantastische Aussicht über die ganze Stadt hat. Gesagt – getan. Wir bestiegen eine Fähre in Parramatta und genossen die Fahrt in vollen Zügen. Dabei konnten wir nebenbei auch gleich noch das Olympische Stadion von weitem bewundern. Am Circular Quay angekommen, ging es Richtung Tower, und bei strahlend blauem Himmel genossen wir eine traumhafte Rundumsicht. „The Rocks“ zog uns zu einem kleinen Mittagessen an und wir landeten beim Restaurant Löwenbräu, wo wir unser Essen sogar auf deutsch bestellen konnten – staun… Zurück am Hafen kamen wir aus dem Staunen schon gar nicht mehr heraus: Da stand doch tatsächlich die „Sapphire Princess“, ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Imposant, so ein Unternehmen mal etwas näher anschauen zu können! Nach unserem 5 ½ stündigen Bummel fuhren wir wieder mit der Fähre nach Parramatta, wo wir abends wiederum von den Kochkünsten von Rosy verwöhnt wurden.

 

Dienstag, 8.3.05: Wir hatten heute das aussergewöhnliche Privileg einer Privatchauffeurin, die uns in die Blue Mountains fuhr. Dort genossen wir die Aussicht auf die „Three Sisters“. Der Legende nach wurden drei wunderschöne Aboriginal-Mädchen von einem bösen Zauberer in 3 nebeneinander liegende Felsen verwandelt. In den Blue Mountains gibt es verschiedene Attraktionen, die besichtigt werden können. Unter anderem die wohl steilste Bahnstrecke der Welt. Unten angekommen können drei verschieden lange Routen quer durch den Wald bewandert werden. Wir hatten wieder einmal genau die richtige Temperatur, um die mittlere Strecke zu bewältigen. Bei der Station angelangt, fährt man dann mit der Luftseilbahn zum Ausgangspunkt zurück. Das Mittagessen nahmen wir – aufgrund der ziemlich grossen Touristenströme – im Dorf Katoomba ein. Nach wieder fast 5 Stunden „on the road“ fuhren wir wieder zurück Richtung Parramatta.

 

Mittwoch, 9.3.05: Nach einem ausgiebigen (und ausgezeichneten!) Frühstück fuhren wir gegen Mittag nach Brookvale. Es war an der Zeit, unseren Panel Van wieder abzugeben! Zum Glück hatten wir JJ als unseren ortskundigen „Vorfahrer“ dabei. Das machte die Angelegenheit wesentlich leichter!! Die Abgabeprozedur war sehr unkompliziert und schon waren wir wieder „autolos“…  ;-) Weil es wiederum wunderschönes, aber nicht zu heisses Wetter war, verschlug es uns heute für einmal an einen Strand (Mona Vale). Dort genossen wir das Meer, den sauberen Strand und die Sonne! Wir wussten ja, dass es unser letzter ganzer Tag in Australien sein würde… L Morgen heisst es schon Abschied zu nehmen von diesem grossartigen und weitläufigen Land und natürlich von unseren äusserst grosszügigen Gastgebern. Wir beide können es kaum fassen, wie schnell die letzten 6 Wochen vergangen sind und beide sind wir schon gespannt, was uns in Neuseeland erwarten wird.

 

 

 

Neuseeland 10.03.2005 – 24.03.2005

 

Donnerstag, 10.3.05: Tagwache: 6.00 h… L Unser Flug war heute für 9.20 h angesagt, und da die Fahrt von Parramatta zum Flughafen von Sydney etwa 1 Std. dauern sollte, wollten wir um etwa 7.00 h losfahren. JJ erwies sich dabei wiederum als toller Fahrer. Der Abschied selber fiel uns allerdings eher schwer! Und dann ging das Queuen wiederum los… Zuerst etwa ½ Std. anstehen am Check-In, weiter ging’s zur Passkontrolle – nochmals ½ Std. Wartezeit -, wo wir natürlich auch die „Austrittskarte“ von Australien ausfüllen und vorweisen mussten. Big Brother is watching you! Doch dann hatten wir es tatsächlich geschafft. Boarding Time wurde pünktlich angekündigt und bald sassen wir schon im Flugzeug. Aber oha! Etwa 40 Leute hatten den Zeitaufwand bis zum Boarden unterschätzt und daher hiess es 25 Minuten zu warten. Der Flug selber war wiederum angenehm, so dass wir die knapp 3 Stunden Flugzeit gar nicht bemerkten. Wie die Profis füllten wir auch die Landekarte für Neuseeland aus. Wir waren es ja schon gewohnt, dass weder Esswaren, noch Samen, noch Erde, noch Waffen etc. etc. nicht eingeführt werden durften… Das Prozedere vom 31. Januar in Perth wiederholte sich aufs Genaueste! Und auch dieses Mal fanden sie weder unseren mitgebrachten Sand, noch die Samen, die wir in die Schweiz mitnehmen wollten. J Ätsch! Wir hatten schon von zu Hause aus unseren Mietwagen reserviert und konnten so nur noch in den Bus hüpfen und zu „Maui-Rent-a-Car“ Center fahren. Die Abfertigung, resp. Übergabe unseres Mitsubishi Lancers dauerte dann etwas länger, als wir gedacht hatten. Doch als wir in unserem Wagen sassen, war es Luxus pur: Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber; all das waren wir uns schon gar nicht mehr gewohnt! ;-) Wir beschlossen, nicht in Auckland zu bleiben und suchten unseren Weg aus der Stadt heraus. Da wir wiederum 2 Stunden Zeitverschiebung hatten, kamen wir dann schliesslich um etwa 18.00 h in Helensville an, wo wir im B&B Malolo House unterkamen.

 

Freitag, 11.3.05: Der Weg führte uns heute weiter Richtung Norden. Das Wetter war zu Beginn nicht so schön, wie wir es seit 6 Wochen gewohnt waren… ;-) Aber um ehrlich zu sein: Etwas Regen und eine leichte Abkühlung war auch nicht schlecht! Entlang des Highway 12 fuhren wir durch den Waipoua Kauri Forest. Im Visitor Centre wird viel über die Geschichte dieses aussergewöhnlichen Baumes erzählt. Das grösste Exemplar (51 m hoch / 14 m Umfang) haben wir aber leider verpasst. Nach etwa 5 Stunden erreichten wir unser heutiges Ziel: Paihia an der Bay of Islands. Wir waren überrascht, wie viele Motels es hier gab und auch noch ausgebucht waren! Nichtsdestotrotz fanden wir unsere Unterkunft in Form des Hotels Kingsgate.

 

Samstag, 12.3.05: Wir beschlossen heute, wieder Richtung Süden zu fahren, dieses Mal allerdings auf der Ostseite des Northland. Unterwegs kamen wir an Mangroven-Wäldern vorbei – wunderschön! Wir waren auch einigermassen überrascht, als wir im Ort Kawakawa die Hinweistafel „Hundertwasser Toilet“ entdeckten! Auf der Suche nach derselben, entdeckten wir, dass der Künstler einige Spuren (Säulen und eben die erwähnte Toilette) in der Stadt hinterlassen hat. Weiter ging es wieder Richtung Auckland. Spontan beschlossen wir, das Wochenende hier zu verbringen. Von einem Prospekt, den wir am Flughafen mitgenommen hatten, wussten wir, dass es mitten in der City ein Golden Chain Motel geben musste. Natürlich hätten wir auch in einem der zahlreichen B&B übernachten können, doch die angegebenen Preise von NZ$ 180 – 340 hielten uns dann davon ab. Im Golden Chain buchten wir ein Zimmer für NZ$ 125 pro Nacht (ca. CHF 100). Nachmittags gingen wir auf Entdeckungstour. Wir fanden uns bald in der Queen Street, eine der Haupteinkaufsmeilen von Auckland. Und endlich wurden wir fündig: Kleine Mugs! Lange schon hatten wir danach gesucht… Abends fanden wir auch ein ausgezeichnetes italienisches Restaurant: Vivace an der High Street. J

 

Sonntag, 13.3.05: Wie wir während der Nacht feststellten, hatten wir ein eher lautes Hotelzimmer erwischt… Um 3.00 h morgens wurden wir jedenfalls beide aus dem Schlaf geschreckt, weil Sirenen heulten, Autos hupten und Leute sich lautstark auf dem Korridor unterhielten, als wenn es schon morgens um 9 h wäre… Na ja! Wir gönnten uns dafür ein gutes Frühstück und waren dann gerüstet für unseren heutigen Sightseeing-Tag. Erst besuchten wir den Victoria Market, der witzige Sachen enthielt. Dann ging es weiter zum Sky Tower, der eine phantastische Rundumsicht über Auckland ermöglichte (Eintritt: 21 NZ$). Zudem kann man einer Art Bungy Jumping zuschauen. Direkt neben dem Tower hält auch der Circuit Bus, der gratis in der City zirkuliert. Wir bestiegen einen und liessen uns für einmal herumchauffieren. J Gegen 14 h wurden wir schliesslich etwas hungrig und liessen uns beim Aotea-Square nieder, um eine Kleinigkeit zu knabbern. Dort wurden wir von einer Studentin angesprochen, die für ein Projekt an der Uni die Schuhe von Touristen fotografiert (?!?) – wir liessen sie gewähren… ;-) Abends verschlug es uns an den Hafen, an dem mehrere gute Restaurants zu finden sind. Wir entschieden uns für das Y-Not?