7. Woche

 

Montag, 14.3.05: Wie kühlt man M&Ms, wenn man keine Kühltasche zur Hand hat? Rezept von René: Man kurbelt das Autofenster hinunter, hängt den Beutel vor das Fenster und klemmt ein Stück des Sackes ein…  Hi, hi! Müssig zu erwähnen, dass einige entgegenkommende Autofahrer etwas verwirrt dreinschauten! J Aber der Reihe nach! Nachdem heute Morgen kurz vor 7 h doch tatsächlich im – leer stehenden – Zimmer nebenan irgendein Alarm losging, wir nach einer Weile einen Anruf der Reception erhielten, ob WIR Probleme mit dem Feueralarm hätten, fanden wir, dass es an der Zeit ist, Auckland zu verlassen. Wir zogen ruhigere Gefilde vor! Also fuhren wir gegen Süden Richtung Hamilton. Allerdings flitzten wir nur durch diese Stadt hindurch. Uns zog es zu den „Waitomo Glowworm Caves“, den Glühwürmchen-Höhlen. Zum Glück hatten wir einen 10 %-Gutschein, denn wir empfanden den Eintrittspreis von NZ$ 26 pro Person als ziemlich stolz… Doch der Ausflug lohnt sich! Es ist schon ein einmaliges Erlebnis, in einer dunklen Grotte auf einem kleinen Boot tausende von kleinen Lichtern an der Decke zu erblicken! Fast schon magisch… Weiter ging unsere Reise Richtung Turangi, wo wir uns in der Parklands Motorlodge niederliessen.

 

Dienstag, 15.3.05: Nach einer ruhigen Nacht (himmlisch!) fuhren wir morgens gegen halb 10 los, weiter Richtung Süden. Unser Weg führte heute am Nationalpark vorbei, dessen hohe Krater uns beeindruckten. Sogar Schnee konnten wir auf einem der Bergspitzen entdecken! Bald schon waren wir in Wanganui angekommen, einer Stadt mit ca. 60'000 Einwohnern. Dort zog es uns in ein Shopping Center, wo René doch prompt ein paar Schuhe erstand (nebenbei: Normalerweise spottet der Mann ja generell, dass die Frau zu viele Schuhe mit auf Reisen nimmt. Bei uns ist es auf dieser Reise umgekehrt… J). Wir fanden, dass es zu früh ist, ein Motel zu suchen und nahmen bereits schon die Hauptstadt Wellington ins Visier. Tatsächlich trudelten wir gegen 16.00 h hier ein. Die Suche nach einer Unterkunft war etwas schwierig, denn entweder waren die Hotels ausgebucht oder aber sie hatten nur noch für 1 Nacht ein Zimmer frei. Doch wie sollte es auch anders sein: Im Harbour City Motor Inn wurden wir trotzdem noch fündig! Glückspilz muss man sein… ;-) Das Hotel befindet sich wiederum relativ nahe am Stadtzentrum, d.h. alle Sehenswürdigkeiten können zu Fuss erkundet werden. Einige davon besichtigten wir am späteren Nachmittag noch: Convention Centre, Town Hall und Civic Square.

 

Mittwoch, 16.3.05: Vormittags zogen wir los, den „Bienenkorb“, sprich das Regierungsgebäude Beehive anzuschauen. Ein freundlicher Security-Angestellter informierte uns, dass auch Touren innerhalb des Komplexes angeboten werden. Wir beschlossen aber, darauf zu verzichten und machten uns Richtung Hafen auf. Dort können mehrere Sachen besichtigt werden: Museum of Wellington City & Sea, Events Centre Wellington sowie unser weiteres Ziel, das „Te Papa Tongarewa“, das Museum of New Zealand. Der Eintritt für die Hauptausstellung ist gratis, nur Spezial-Shows müssen bezahlt werden. Bald war es schon wieder 15.00 h und die ersten Ermüdungserscheinungen machten sich bemerkbar… Wir beschlossen daher, die Botanical Gardens nicht mehr zu besichtigen und schlenderten durch die Cuba Street, einer Einkaufs- und (Fr-)Essmeile. Währenddessen entdeckten wir auch schon unser Restaurant für den Abend: The Flying Burrito Brothers. Absolut empfehlenswert!

 

Donnerstag, 17.3.05: Die Wettervorhersage sollte leider recht behalten: Es war Regen für praktisch die gesamte Nordinsel angesagt. Kaum waren wir in Wellington abgefahren, begann es auch schon zu regnen und zwar nicht zu knapp… L Zum ersten Mal in unseren langen Ferien sollten wir erfahren, wie es ist, bei schlechtem Wetter herumzufahren! Unser heutiges Ziel war Napier, eine Stadt mit ca. 50'000 Einwohnern, die komplett im Art Déco Stil erbaut wurde. Der Grund dafür liegt in einem Erdbeben, das die Stadt Anfang des letzten Jahrhunderts komplett in Schutt und Asche legte. Anfang des Nachmittags kamen wir hier an und bezogen unser Quartier im Quality Inn. Wagemutig begaben wir uns auf Entdeckungsreise in die City und kamen nach etwa 2 Stunden komplett durchnässt wieder im Hotel an… ;-) Wir beschlossen daher auch, unser Abendessen vor Ort einzunehmen, denn unsere Sachen waren lange noch nicht trocken…

 

Freitag, 18.3.05: Der Regen begleitete uns auch durch die Nacht. Erst gegen Morgen wurde es etwas besser und wir fanden, dass wir nun noch das National Aquarium besuchen konnten. Der Besuch lohnte sich auch, denn wir hatten Glück und konnten direkt bei der Fütterung zuschauen. Als wir wieder aus dem Aquarium herauskamen, kam schon wieder kühles Nass vom Himmel… Wir fanden daher, dass es Zeit ist, wieder etwas Sonne zu sehen und fuhren Richtung Taupo ab. Nach knapp 2 Stunden waren wir auch schon da und spazierten bei Sonne durch die hübsche Kleinstadt. Taupo liegt am grössten See Neuseelands, der früher der Krater eines Vulkans war. Wie wir erfahren haben, ist er bekannt für seinen übermässigen Forellenreichtum. Hier gefiel es uns, und wir buchten 2 Nächte im Le Chalet Swiss Motel.

 

Samstag, 19.3.05: Habe ich schon erwähnt, dass unsere Unterkunft dieses Mal sehr luxuriös ist? Es handelt sich um einen kleinen Hausteil mit Küche, Dusche, Wohnzimmer und im oberen Stock mit einem Schlafzimmer und Spa – wow… Die verbliebenen Tage wollen wir ja schliesslich noch ausgiebig geniessen! ;-) Am Vormittag war Sightseeing angesagt: Die Huka Falls sowie Craters of the Moon wollten wir besichtigen. Gesagt – getan! Einmal mehr waren wir überrascht, wie gut ausgebaut die Sehenswürdigkeiten sind – und erst noch gratis! Insbesondere Craters of the Moon waren für mich sehr eindrücklich. In der Schweiz findet man wohl kaum dampfende Erdlöcher… Allerdings ist der Geruch auch eher speziell: Irgendwie erinnert er einen an faule Eier… J Dieser Duft wird uns wohl auch bis nach Rotorua, unserem morgigen Ziel begleiten. Die ganze Gegend hier ist bekannt für warme Quellen und blubbernde Schlamm-Löcher mit Schwefel-Geschmack.

 

Sonntag, 20.3.05: Schon früh waren wir heute Morgen auf – punkt 7.00 h jedenfalls waren wir beide hellwach. Der Grund dafür? Ganz einfach: Die Sommerzeit endete in der Nacht und die Uhren wurden um 1 Stunde zurückgestellt. D.h. die Zeitdifferenz zur Schweiz beträgt jetzt + 11 Std. Wir brachen deshalb auch zeitig auf, um nach Rotorua zu fahren. Gegen 11 Uhr waren wir auch schon da und ein bekannter Duft stieg in unsere Nasen… Mmh – faule Eier! ;-)  Wir fuhren direkt zum Visitor Centre und buchten dort ein Hotel für die nächsten 3 Nächte. Wir wollten nämlich hier Ferien von den Ferien machen! J Rund um Rotorua gibt es viele Möglichkeiten, die heissen Quellen zu geniessen. Eine davon ist direkt in der Stadt selber: Das Polynesian Spa. Wir spazierten entlang des Sees und genossen einmal mehr das schöne Wetter. Am späteren Nachmittag zog es uns ins Hotel Ventura Inn & Suites, wo wir bis zum Abend faulenzten. Im Restaurant Sizzler’s schliesslich feierten wir unseren letztes Wochenende in Neuseeland… ;-(