9. Tag Punta Arenas mit Landausflug nach Seno de Otway

 

Früh morgens um 6.00 h legte unser Schiff bereits im Hafen von Punta Arenas, der letzten grösseren Stadt (ca. 120'000 Einwohner) von Chile an. Diese Stadt dient heute der chilenischen Marine als wichtiger Stützpunkt und verfügt auch über eine faszinierende Architektur. Alle Formen und Farben sind hier erlaubt; keine baurechtlichen Vorschriften nerven hier die Architekten! Wir hatten heute (endlich…) wieder einen Ausflug, der uns zu Seno de Otway, einer Pinguin-Kolonie führen sollte. Die Fahrt führte durch Punta Arenas und bald fanden wir uns auf einer Schotterpiste wieder. Wir waren etwa eine Stunde auf der staubigen Strasse unterwegs, da entdeckten wir schon mehrere Nandus, die südamerikanische Variante des Strauss, und auch zwei Graufüchse. Weiter ging es, doch kaum waren wir so richtig in Fahrt gekommen, entdeckten wir doch tatsächlich Condore, die sehr selten beobachtet werden können. Faszinierend, diesen Vogel zu beobachten, der eine Spannweite von bis zu 2 m erreichen kann. Die Pinguin-Kolonie schliesslich beeindruckte uns beide. Tausende von Pinguinen konnten aus nächster Nähe beobachtet und fotografiert werden. Wir genossen den etwa 1 ½ stündigen Aufenthalt, da auch das Wetter wunderschön war (was übrigens ebenfalls ein wahrer Glückstreffer war, sind doch Sonnentage in Punta Arenas eher eine Seltenheit!). Zurück in Punta Arenas, schlenderten wir noch ein wenig durch die Stadt, um weitere Eindrücke zu gewinnen. Gegen 19.00 h legte die Norwegian Crown wieder ab, um Richtung Beagle Kanal weiterzufahren. Wir genossen währenddem unser italienisches Abendessen auf dem obersten Deck und liessen es uns anschliessend bei einem Drink gut gehen. Dabei versuchten wir uns an einem britischen Trivial Pursuit und immerhin: 5 von 20 Fragen hatten wir dann auch richtig erraten – nicht schlecht für „Non-Brits“, oder?

Eine Bemerkung noch: zu jeder Bustour gehört ein lokaler Reisebegleiter, welcher über Land, Leute und Sehenswürdigkeiten Auskunft geben soll. Nur diesmal hatten wir vermutlich einen Fisch als Führer geangelt. Viel mehr als ein Fisch sprach er nämlich nicht. Auf der Rückfahrt gesellte sich die Begleiterin der Mittelthurgau zu uns – und so kamen wir doch noch zu einigen Infos.