Montag, 12.September 2005

 

In der Nacht hat es ziemlich geregnet. Beim Morgenessen verheisst der Blick nach draussen nichts gutes und wir verlängern das Essen etwas. Gar nicht lange müssen wir warten bis sich die Wolkendecke etwas aufreisst, und nach kurzer Diskussion, brechen wir nach Meribel auf, einem bekannten Skiort.

Unsere Enduroherzen schlagen höher auf den blauen und sogar auf den roten Pisten.

 

Ein besonders schöner Flecken haben wir bei Le Paz gefunden, wo wir uns zu einem feinen Mittagessen hingeben, was zwar etwas über unserem gewohnten Mittagsbudget liegt, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Die Aussicht auf die Sprungschanzen erhöhen den Genuss noch zusätzlich.

 

Wir vermissen bereits den Schnee schon wieder, und darum fahren wir nochmals auf 2734m. Die Pneus greifen bei allen erstaunlich gut, und so macht es riesigen Spass von Bergstation zu Bergstation zu hüpfen. An den Bahnen werden Wartungsarbeiten durchgeführt, und die meisten Arbeiter schauen uns (teils kopfschüttelnd) nach.

 

Eigentlich wollten wir hier im Gebiet von Courchevel einen Zvierihalt einlegen, aber das Restaurant ist Saisonbedingt noch geschlossen.

Auf der Rückfahrt kann ich heute viele liebevoll hergerichtete Chalet erblicken. Einige davon sind sogar noch mit Schieferziegel ausgestattet, was besonders schön aussieht. Allerdings sehen die meisten unbewohnt aus, es scheint dass alles auf den Wintersport ausgerichtet ist.

Die heutigen 131km waren ziemlich intensiv, viel auf und ab war dabei, gerne hätte ich gewusst wie viele Höhenmeter das waren. Temperaturmässig haben wir eine breite Palette erlebt. Die Empfindungen reichten vom kalten Schnee bis zur drückend warmen Sonne beim Mittagessen. Unsere Sugis bekommen wie üblich noch ein paar Streicheleinheiten, und Brünis 350er noch ein paar Dezi Öl. Das Ergebnis unserer heutigen artgerechten Haltung unserer Töffs sieht man auf dem nächsten Bild am schönsten.

Bei einem Bier im Dorfkern, bestätigt sich unsere gestrige Vermutung. In Brides-les-Bains herrscht zwar ein emsiges Treiben, aber es sind überwiegend Leute über 50. Viele gehen an Krücken und holen sich das Wasser von der Therme. Für mich scheint das so eine Art „Krankendorf“ zu sein.