Samstag, 09. September 2006

 

Die Ankunft ist wie auch schon gewohnt um 06:15. Töff vom Bahnwagen abladen, das Gepäck wieder befestigen und los gehts bei 8° C in Richtung Karawankentunnel. Schon bald reisen wir in Slovenien ein, eine Landschaft die mich sehr stark an die Schweiz erinnert, einzig die Strassen weisen wesentlich mehr Flickstellen auf, was mir als Endurofahrer eher noch sympatisch ist. Nach Kaffee und Benzin tanken, erreichen wir um 10 Uhr bei Kilometerstand 180 die Grenze zu Kroatien.

 

 

 

Wir sind uns gewohnt an der Zollkontrolle einfach durchgewunken zu werden. Dieser Beamte sieht das ganz anders, und will von allen die Identitätskarte sehen, mit gleichzeitigem hektischen Fingerzeig auf seine Armbanduhr. Nein, er will uns nicht die Uhr verkaufen, sondern hatte es sehr eilig. Weswegen konnte ich aus seinen nicht sehr netten Gesten nicht herauslesen, und nachfragen wollte ich auch nicht wirklich.

Wir folgen weiterhin der gut ausgebauten Autobahn. Die zahlreichen Mautstellen, beginnen mich allerdings wegen dem Geld hervorholen und wieder verstauen, langsam zu nerven.

 

 

 

Kleinigkeiten wie ein defektes Rücklicht einer 450er Suzuki. und ein unter das Heck eingezogenes Nummernschild bei der Honda reparieren wir im Nu. Vorbei an Rijeka und nach dem Kampf mit wirklich viel Wind (Bora -> Winde vom Bora-Typ gehören mit ihrer Häufigkeit und ihren hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten, vor allem an der Nordwest-Küste Kroatiens sowie Montenegros zu den stärksten der Welt.) der Küste entlang erreichen wir um 13Uhr nach 350 km unser Zielort Jablanac und quartieren uns im Hotel Ablana ein.

 

 

Das Hotel hat sich gut in die alten Gemäuer integriert, nur die Antennen auf dem Dach wirken etwas zu modern. Das Mittagessen geniessen wir bei angenehm südlicher Wärme. Die älteren Semester machen ein Spaziergang um die nahe Gegend zu erkunden. ReNe, Roli und ich suchen unseren Hausberg, den es an jedem Ort der Herbsttouren zu finden gilt. Wir fahren züzig aufwärts, so dass wir bald 1400 m.ü.M. sind, und das nicht mal 10 km Luftlinie von der Küste weg. Die Kieswege sind ziemlich unspektakulär, hingegen die Aussicht ist einfach phantastisch.

 

 

 

Die vielen Kilometer im Sattel der Enduro haben mich ziemlich müde gemacht, so dass ich nach dem Nachtessen den Tag nochmals Revue passieren lasse (für diesen Reisebericht) und dann in den verdienten Schlaf falle.