Freitag 26.September:

Heute gilt nicht 08.15 Abfahrt, sondern zuerst mal all die sieben Sachen aus dem Hotelzimmer zusammensuchen und auf das Motorrad packen. Noch ein Abschiedsfoto, dann geht es auf  SS125 nordwärts der Küste nach. Die Strasse ist Kurvenreich und gewährt immer wieder einen Blick aufs Meer. Hier an der Küste ist der Tourismus deutlich spürbar, in jedem Dörfchen hat es zahlreiche "Souvenierschops", die ich im Landesinnern überhaupt nie wahrgenommen habe. Industrie wie Marmorabbau ist ebenfalls auszumachen. Die 190 km sind bald abgespult, und wir erreichen Olbia am frühen Nachmittag. Brüni und Wisi jun. und ich machen noch einen kleinen Abstecher nördlich in Richtung "Costa Smeralda". Alles fein rausgeputzt und viele "Privat"-Tafeln zeigen uns das noble Sardinien. Wir fahren zum Fährhafen zurück. René hat das Nachbuchen der Motorräder erledigt, so dass wir nur noch auf die Fähre warten müssen. Ebenfalls wartet hier mein Arbeitskollege Laurent auf die Fähre, der zwei Wochen entspannende Familienferien hinter sich hatte. Der Arbeitsalltag ist damit umso mehr wieder ein Stückchen näher gerückt. Die Fähre der Grimaldi-Lines wendet im Hafen und legt rückwärts an. Wiederum ein imposantes Schauspiel. Das ausladen geht ziemlich rasch voran, so dass wir bald auf die Fähre dürfen. Das Innenleben dieses Schiffes ist noch luxuriöser, als das des Schiffes der Hinfahrt. Ich würde es mit dem "Traumschiff" der Fernsehsendung vergleichen, vielleicht nicht ganz so gross. Die Überfahrt ist sehr angenehm, denn das Meer ist fast Topfeben.