Mittwoch 24.September:

Heute nicht anders 07.30/08.15. Von der Nacht her sind die Strassen noch teilweise nass, aber der Himmel verspricht gutes. Wir fahren in südlicher Richtung nach Tertenia. Wieder eine traumhafte wilde und beinahe unberührte Landschaft, die wir durchstreifen. Den Mittagshalt machen wir diesmal an einem Fluss. Da gibt es sogar eine integrierte Badewanne, der ein paar von uns nicht widerstehen können, obwohl es strafbar ist auf Sardinien nackt zu baden! Auf der Weiterfahrt finden wir eine "Strada Militare", die uns an einen wunderschönen Sandstrand führt. Leider hat es dort Fahrverbotstafeln, die erklären dass der grosse Sandhaufen nur für kleine Kinder gedacht ist. Wir fahren weiter, denn auf unserem liebevoll genanten "Spielplatz" gibt es noch viel zu entdecken. Auf der Rückfahrt interessierten sich zwei Carabinieri aus reiner Neugier für René und seine Sugi. Kurz darauf konnten wir weiterrasen.

Nach dem verdienten Auftanken von Mensch und Maschine, verabschiedete sich die Meute und fuhr zum Hotel zurück. Für mich war das der schönste Tag, und so konnte ich René überzeugen, dass das noch nicht alles gewesen sein konnte für diesen Tag. Wir suchten nicht lange, nahmen den erst besten Berg, und aufwärts ging's. Der Weg machte Spass, und am Ende angekommen, waren wir wieder bei einem Feuerschauposten. Das bedeutet natürlich jeweils auch, dass von hier aus die Aussicht besonders grandios ist. Der junge Mann erzählte René so einiges, und ich meinte mitbekommen zu haben, dass er erklärt hatte, dass es manchmal ziemlich schwierig sei, hier mit dem 4x4 Panda hochzukraxeln. Er zeigte uns noch weitere Wege die "brutale" seien. Es ziehen wieder dunkle Wolken auf. Der Mann gab uns zu verstehen dass es genauso wie gestern komme. Wir nahmen noch den einen und anderen Weg und fuhren zurück nach Bari Sardo. Wir sind mit dem Gelati noch nicht fertig, da fallen bereits die ersten Tropfen. Es kommt nun Sintflutartig, und die Dorfstrasse verwandelt sich in einen Bach. Wir möchten noch nicht zurück ins Hotel, und verlängern unseren Baraufenthalt mit einem feinen Cappuccino. Es ist ziemlich was los an dieser Strassenkreuzung, an den letzten Abenden sassen die "Dorfältesten" schön in einer Reihe auf einer Bank und diskutierten. Jetzt spritzt es bei jedem vorbeifahrenden Auto und jeder flüchtet an ein trockenes Plätzchen. Der Regen lässt bald nach, und wir fahren zurück, und lassen es uns nicht nehmen an Strandnähe die Wellen zu bezwingen. Im Hotelzimmer zeigt mir René auf seiner Digitalkamera den Tagesrückblick von den 170 km, was sehr amüsant ist. Das Nachtessen ist wie immer abwechslungsreich und genügend. Der Abendspaziergang rundet einen weiteren schönen Tag ab.